MITTENDRIN ist eine einzigartige Plattform, die jungen Talenten aus der ganzen Schweiz eine Bühne bietet. Der Fokus liegt auf originellen Sounds und eigenständig künstlerischem Wirken. Umgeben von Produktionsmaschinen stellt MITTENDRIN bei der Fröhlich Info AG die Künstlerinnen und Künstler in ein unkonventionelles Rampenlicht. Alle Farben auf einer Bühne.

IMPRESSIONEN DER
LETZTEN PROJEKTE.

Die gebürtige Zumikerin Laura Bärlocher schreibt bereits mit acht Jahren Songs und ist seither der Musik treu geblieben. Gerne spielt sie mit Melodien oder improvisiert mit Sprache. 

Für Laura Bärlocher ist jede Musikerin, jeder Musiker ein Unikat und es ist ihr wichtig, sich nicht über andere zu definieren. Deshalb hat sie die Kunstfugur Esmeralda Galda geschaffen. Diese mag düstere Texte und das Spiel mit Gegensätzen.
Für Esmeralda gibt es keine Tabus. Formulierungen wie «Ein Selfie ist Elektromasturbation» pikiert gewisse Leute. Andere finden es cool. Für Laura Bärlocher ist das völlig okay: «Ich kann niemals allen gefallen, das ist auch gar nicht mein Ziel.»

«Sodar» ist ein Akronym und steht für «Sound Detecting And Ranging» – ein akustisches Fernmessverfahren, das in der Meteorologie zum Einsatz kommt. Sodar ist aber auch eine ambitionierte Musikformation um den Bündner Jazzgitarristen Yannick Keel: «Wie Sodar-Geräte senden auch wir Schallimpulse aus und sind gespannt, was vom Publikum zurückkommt.»

2018 anlässlich seiner Bachelor-Arbeit an der Jazzschule Luzern als Quintett gestartet, erlebte das Projekt 2020 eine Renaissance als Quartett mit dem bisherigen Schlagzeuger Marvin Studer. Neu dazugekommen sind Raphael Gass (E-Bass) und Yannicks Bruder Jérôme Keel (Percussion). Mit den personellen Wechseln hat sich auch der Bandsound etwas geändert: «Etwas weiter weg vom Psy-Dub, ein bisschen weniger elektronisch, dafür wieder näher bei Jazz und Rock, mit mehr Groove, Einflüssen aus zeitgenössischer Musik, einer Prise Trash und noch mehr improvisatorischen Freiheiten.» Die Idee dahinter ist aber dieselbe: «Wir versuchen, eigene Klangwelten – Soundscapes – zu erschaffen, in welchen wir uns improvisatorisch ausdrücken können, und möchten unsere Zuhörerinnen und Zuhörer auf eine Reise an unbekannte Orte mitnehmen.»

Im Juli plant Sodar in den SINJEN Studios mit Unterstützung des gleichnamigen Zentralschweizer Künstlerkollektivs «SINJEN Art Collective» ihr erstes Album aufzunehmen. Ihr Auftritt im Rahmen des Mittendrin-Projekts der Fröhlich Info AG gibt einen Vorgeschmack. https://www.facebook.com/sodar.madness

 

Das Innerschweizer Multitalent Axel Marena belegte bei «The Voice of Switzerland» 2020 den zweiten Platz. Der Erfolg gab seiner Karriere als Solokünstler in der Schweiz einen Schub. Dabei blickt der 24-Jährige bereits auf eine bewegte internationale Karriere zurück.

Nach Musical-Hauptrollen mit Tourneen durch Mittelamerika und auf Kreuzfahrtschiffen wurde Lady Gaga-Entdecker Vincent Herbert auf ihn aufmerksam. Dieser wollte ihn für ein Pop-Boygroup-Projekt unter Vertrag nehmen. Weil das Projekt im letzten Augenblick scheiterte, zog es ihn nach New York, wo er an der Fashion Week für die Designer Francisco Costa und Alexander Acostamit seiner von ihm komponierten Musik und als Modell den Laufsteg eroberte. Viel lieber sammelte er jedoch abseits der Modewelt in den U-Bahnstationen New Yorks Erfahrungen als Strassenmusiker.

Musik ist definitiv sein Ding. 2018 kehrt er in die Schweiz zurück und beginnt an der Zürcher Hochschule der Künste (ZHdK) ein Studium in Jazzgesang. Dieses wird er am 3. Juni mit seiner Bachelorarbeit in Form eines Konzerts im Club Mehrspur im Zürcher Toni Areal vollenden. Ein Vorgeschmack gibt das Live-Act-Video, das jüngst im Drucksaal der Fröhlich Info AG in Zollikon realisiert wurde. Es war Axel Morenas erstes Konzert seit dem Lockdown. Dabei performte er gemeinsam mit seinem kongenialen Partner Mario Mauz, den er vor zwei Jahren im Rahmen eines Fusion-Jazz-Projekts kennenlernte und eine Musikerfreundschaft begründete.

Jetzt hofft Marena, dass er bald wieder mit Konzerten durchstarten kann. Die Anzahl der Gigs ist wegen Corona dramatisch zurückgegangen. Immerhin hatte er im letzten Spätsommer doch 2 bis 3 Auftritte pro Woche – vor allem in Bars und kleineren Locations und im privaten Rahmen – etwa auf Dachterrassen der Stadt Zürich. Das war ganz nach seinem Geschmack und brachte ihn auf die Idee, künftig private «Living-Room-Konzerte» anzubieten. www.axelmarena.com

Schon mal etwas von „Non-Fungible Token“ (NFT), der neuen revolutionären Kunstform gehört?
Auf der Kunstplattform „Mittendrin bei Fröhlich“, die sich für die Förderung junger Kunstschaffenden einsetzt, wurde ein solches Kunstwerk innerhalb von nur einem Arbeitstag kreiert. Dabei aussergewöhnlich und einzigartig: der Erstellungsort – der alte Drucksaal der Zolliker Fröhlich Info AG (Schweiz). Stellen Sie sich einen mit Geräten und Getrieben geladenen Raum vor und mittendrin der aufsteigende Künstler Jean-Sebastien Tinguely, Sohn des Schweizer Künstlerpaares Jean Tinguely und Milena Palakarina. Das von ihm erschaffene Kunstwerk besteht aus insgesamt vier Teilkunstwerken: als physisches Werk auf Papier, als Performance-Kunst mit abgebildetem Entstehungsprozess in einem Zeitraffer-Kurzfilm, als Druck im Zolliker-Zumiker Boten und als digitalisierte Version als NFT in der Blockchain. Möchten Sie alleiniger Besitzer dieses einzigartigen digitalen Kunstwerks von Jean-Sebastien Tinguely werden? Dann seien Sie bei der ersten Versteigerung dabei!

Der Gewinner erhält den Zugang zur hochaufgelösten Original-Datei.

Ever heard of „Non-Fungible Token“ (NFT), the new revolutionary art form?
Such an artwork was created in just one working day on the platform „Mittendrin bei Fröhlich“ which is dedicated to promoting young artists. Extraordinary and unique: the place of creation – the old printing hall of the Zolliker Fröhlich Info AG (Switzerland). Imagine a room loaded with gadgets and gears and in the middle of it the rising artist Jean-Sebastien Tinguely, son of the Swiss artists Jean Tinguely and Milena Palakarina. The artwork he created consists of a total of four pieces: as a physical work on paper, as performance art which shows the process of creation in a time-lapse short movie, as a print in the Zolliker-Zumiker Newspaper and as a digitized version as NFT in the Blockchain. Would you like to become the exclusive owner of this unique digital artwork by Jean-Sebastien Tinguely? Then be there when the first auction takes place!

The winner gets access to the original high-resolution file.

DUS – das ist Sänger Gino Carigiet (27) und Gitarrist David Friedli (25). Die beiden spielen berührende Lieder auf Rätoromanisch und werben mit einem Kinderbuch für Toleranz und Freundschaft. Bei der Fröhlich Info AG haben sie ein Konzert aufgenommen.

Gino und David lernten sich 2014 durch das Musikstudium an der Hochschule der Künste in Bern kennen. 2016 gründeten wir Dus, das heisst „zwei“ auf Rätoromanisch. Für uns fühlte es sich am natürlichsten an, wenn Gino in seiner Muttersprache, Sursilvan, singt.

Im Oktober 2020 erschien ihr Kinderbuch „Giugiu & Roro“ – eine Geschichte über Freundschaft und Toleranz. «Lange haben wir nach einem Format gesucht, das diverse Kunstsparten und Sprachen vereint», sagt David Friedli. «Wir haben die Geschichte als musikalische Suite vertont. Sobald Veranstaltungen wieder stattfinden können, wollen wir die Suite live spielen und die Illustrationen dazu grossflächig projizieren.»

Die 27-jährige Tessinerin Chiara Dubey hat als Musikerin schon einiges erreicht. Nach einem selbstkomponierten Album, mehreren Fernsehauftritten und diversen Konzerten hat sie auch in Zollikon Halt gemacht: Im Drucksaal der Fröhlich Info AG gab sie ein eindrucksvolles Konzert.

 

Schon als Kind entdeckte Chiara Dubey ihr musikalisches Talent. 2019 schloss sie ihr Musikstudium ab und arbeitet seither an ihrem persönlichen Projekt als Sängerin, Komponistin und Geigerin. Als Sängerin trat sie schon häufig am Schweizer Fernsehen auf – zum Beispiel mehrmals beim Schweizer Finale für den Eurovision Song Contest oder als Gastkünstlerin an der 1.-August-Feier. Weil sie momentan nicht von Konzerten leben kann, hat sie angefangen, Gesang, Komposition/Songwriting und Geige zu unterrichten.

 

Den Abend bei der Fröhlich Info AG erlebte Chiara Dubey als intim, familiär, gemütlich. Das Konzert hatte genau die richtige Würze, die sie in diesen stillen Zeiten so vermisst.

Der 26-jährige Musiker Claudio Gilardoni alias Hans Beatbox performte in der Produktionshalle der Fröhlich Info AG. Er zeigt darin die Besonderheiten des Beatboxens.

Als Fähigkeit zum Beatboxer braucht es lediglich einen funktionierenden Mund. Ein Trompeter braucht Kraft in den Lippen, ähnlich ist es beim Beatboxer. Man produziert die Töne mit Lippe und Zunge, die Mundmuskulatur ist also sehr wichtig.

Mit seinem Künstlername Hans Beatbox hat Claudio Gilardoni vor zehn Jahren mit Beatboxen angefangen. Hans nannten ihn seine deutschen Kollegen auf der Online-Plattform, auf der er sich damals bewegte, wegen seiner Schweizer Herkunft. Irgendwann war er für alle Hans Beatbox. Für ihn ist der Name ein Wiedererkennungswert und auch ein Schweizbezug. Beides war und ist ihm wichtig. Für ihn ist der Auftritt im Maschinensaal ein sehr spannendes Erlebnis. In dem Raum herrscht eine trockene Atmosphäre, die sich gut für Studioaufnahmen eignet. «Bei einem Auftritt vor Publikum hätte ich wohl den Hall vermisst, doch für unseren Videodreh passte die Akkustik perfekt.» Dabei mochte er auch den speziellen Duft von Papier, Farbe und alten Maschinen.

Der 25-jährige Maler Antonio Cekajlo Badarsah hat in den Räumlichkeiten der Fröhlich Info AG ein Pop-up-Atelier bezogen. Er versucht in seinen Werken, die herkömmliche Wahrnehmung an ihre Grenzen zu bringen.

Er arbeitet gerade an einer Serie von Ölbildern. In seinen Arbeiten versucht er Sujets zu entwickeln, an denen die gewohnte Wahrnehmung scheitert. Er kombiniert verschiedene Dinge und abstrahiert. Dabei entsteht ein schmaler Grat, auf dem sich die Rezipienten, er eingeschlossen, nicht mehr sicher sind, was sie wahrnehmen.

Seine Vorbilder sind eine Liste von rund hundert Künstlern, die ihn faszinieren. Darunter sind zeitgenössische Künstler wie Avery Singer oder ­Farah Atassi, aber auch klassische Maler wie William Waterhouse oder Caravaggio. Daneben inspirieren ihn auch andere Bereiche wie Mode- oder Produktdesign oder auch Animes.