Junge Kunstschaffende haben durch ­Corona ihre Bühne verloren und leiden in Zeiten der Lockdowns besonders stark. Die Fröhlich Info AG solidarisiert sich mit den Talenten, öffnet ihnen die Türe und stellt ihnen den Maschinenraum für Projekte zur Ver­fügung. Eine Plattform mittendrin, coronakonform, die es ihnen ermöglicht, sich der Öffentlichkeit zu präsentieren.

 

 

Du bist Künstlerin oder Kunstler und möchtest unsere «cultural-space» nutzen? Bewirb dich mit deinem Portfolio und Konzept.

IMPRESSIONEN DER
LETZTEN PROJEKTE.

Die 27-jährige Tessinerin Chiara Dubey hat als Musikerin schon einiges erreicht. Nach einem selbstkomponierten Album, mehreren Fernsehauftritten und diversen Konzerten hat sie auch in Zollikon Halt gemacht: Im Drucksaal der Fröhlich Info AG gab sie ein eindrucksvolles Konzert.

 

Schon als Kind entdeckte Chiara Dubey ihr musikalisches Talent. 2019 schloss sie ihr Musikstudium ab und arbeitet seither an ihrem persönlichen Projekt als Sängerin, Komponistin und Geigerin. Als Sängerin trat sie schon häufig am Schweizer Fernsehen auf – zum Beispiel mehrmals beim Schweizer Finale für den Eurovision Song Contest oder als Gastkünstlerin an der 1.-August-Feier. Weil sie momentan nicht von Konzerten leben kann, hat sie angefangen, Gesang, Komposition/Songwriting und Geige zu unterrichten.

 

Den Abend bei der Fröhlich Info AG erlebte Chiara Dubey als intim, familiär, gemütlich. Das Konzert hatte genau die richtige Würze, die sie in diesen stillen Zeiten so vermisst.

Der 26-jährige Musiker Claudio Gilardoni alias Hans Beatbox performte in der Produktionshalle der Fröhlich Info AG. Er zeigt darin die Besonderheiten des Beatboxens.

Als Fähigkeit zum Beatboxer braucht es lediglich einen funktionierenden Mund. Ein Trompeter braucht Kraft in den Lippen, ähnlich ist es beim Beatboxer. Man produziert die Töne mit Lippe und Zunge, die Mundmuskulatur ist also sehr wichtig.

Mit seinem Künstlername Hans Beatbox hat Claudio Gilardoni vor zehn Jahren mit Beatboxen angefangen. Hans nannten ihn seine deutschen Kollegen auf der Online-Plattform, auf der er sich damals bewegte, wegen seiner Schweizer Herkunft. Irgendwann war er für alle Hans Beatbox. Für ihn ist der Name ein Wiedererkennungswert und auch ein Schweizbezug. Beides war und ist ihm wichtig. Für ihn ist der Auftritt im Maschinensaal ein sehr spannendes Erlebnis. In dem Raum herrscht eine trockene Atmosphäre, die sich gut für Studioaufnahmen eignet. «Bei einem Auftritt vor Publikum hätte ich wohl den Hall vermisst, doch für unseren Videodreh passte die Akkustik perfekt.» Dabei mochte er auch den speziellen Duft von Papier, Farbe und alten Maschinen.

Der 25-jährige Maler Antonio Cekajlo Badarsah hat in den Räumlichkeiten der Fröhlich Info AG ein Pop-up-Atelier bezogen. Er versucht in seinen Werken, die herkömmliche Wahrnehmung an ihre Grenzen zu bringen.

Er arbeitet gerade an einer Serie von Ölbildern. In seinen Arbeiten versucht er Sujets zu entwickeln, an denen die gewohnte Wahrnehmung scheitert. Er kombiniert verschiedene Dinge und abstrahiert. Dabei entsteht ein schmaler Grat, auf dem sich die Rezipienten, er eingeschlossen, nicht mehr sicher sind, was sie wahrnehmen.

Seine Vorbilder sind eine Liste von rund hundert Künstlern, die ihn faszinieren. Darunter sind zeitgenössische Künstler wie Avery Singer oder ­Farah Atassi, aber auch klassische Maler wie William Waterhouse oder Caravaggio. Daneben inspirieren ihn auch andere Bereiche wie Mode- oder Produktdesign oder auch Animes.